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Tonlifting mit Recitalbox
Tonlifting mit Recitalbox
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„Ton-Lifting" |
Zum Beispiel bei einem Gitarrenmodell nach spanischer Bauweise.
Die Recitalbox wird hinter dem Steg befestigt, wofür die
beiden Vorrichtungen an der Box gedacht sind: ein Häkchen
am Gummiband und zwei Metallstifte.
Nachdem der kleine Haken mit dem Gummiband an der g-Saite befestigt
wurde (s. Abb.), zieht man die Box unter der entstehenden Spannung
etwas zurück und steckt die zwei Draht-stifte in die Steglöcher
der e- und D-Saite. Wie von selbst kommt die Recitalbox mit ihren
zwei Gummi-füßchen, die den Kontakt zur Decke herstellen,
in Position.
Durch den Zug des Gummis und den Halt der Drahtstifte sitzt die
Box fest und sicher. Die Montage - wenn man sie denn als solche
bezeichnen will - ist im Handumdrehen gemacht, so dass man sie
auch bei ungünstiger Bühnenbeleuchtung oder gar im Dunkeln
bewerk-stelligen kann. Wichtig ist, dass Beschädigungen am
Instrument so gut wie ausgeschlossen sind.

Klanglos! Schon bei der Montage hört man unmiss-verständlich,
was da zu kommen scheint. Klopfen beantwortet die Recitalbox mit
kirchenähnlicher Resonanz, allerdings nicht (oder zum Glück)
mit einem Echo. Keinesfalls so hart wie perkussive Schläge
(womit sicherlich auch sehr interessante Effekte erzielt werden
können) ist die Verhallung der Töne.
Diese klingen eher „natural", aber im Gegensatz zum
Klang „ohne", wirken sie voller, als säße
der Spieler in einem halligen Raum. Das verblüfft zunächst,
dennoch ist der Effekt nicht so, dass er aufdringlich wäre.
Ein kleiner Vergleichstest ist interessant und bestätigt
die Wirkung, indem man versucht bei gleicher Anschlagsstärke
die Box mit einer Hand am Schwingen zu hindern, also „ohne"
spielt, um sie dann wieder frei schwingen zu lassen. Der klangliche
Unterschied ist über-zeugend, der Eindruck positiv!
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Einsatzmöglichkelten. Da ein Klangbild
immer auch mit Geschmack und subjektiver Bewertung zu tun hat,
sollte man vielleicht weniger von der Tonqualität als mehr
von der klanglichen Wirkung und dem Effekt, den man mit der Recitalbox
erzielen kann, ausgehen, um den individuellen Einsatz des Geräts
zu bestimmen.
Obwohl für die Verwend-barkeit der Box die Qualität
eines Instruments keine Rolle spielt, werden insbesondere klangschwache
Gitarren, Schüler-instrumente etc. von der Aufwertung des
Klang-bildes profitieren.
Es ist auch durchaus vorstellbar, dass Schüler oder weniger
geübte Spieler durch den „Klangschub" motiviert
werden, da die Stärkung durch die Recitalbox mehr Selbstvertrauen
und Spielsicherheit suggeriert.
Aber auch für andere Spieler, denen ihr Instrument zu gedämpft
klingt - sei es, dass das häusliche Wohnzimmer zu „verplüscht"
ist und alle Töne „verschluckt, sei es, dass die eigene
Gitarre eh nie zur strahlenden Kategorie gezählt hat - mag
die Recitalbox durchaus reizvoll sein.
Darüber hinaus sind mit dem Gerät viele Effekt-möglichkeiten
denkbar, die auch auf der Bühne mit der Gruppe etc. experimentiert
werden können.
Die Recitalbox ist besonders hinsichtlich ihrer Montage in verschiedenen
Ausführungen
und mit unterschiedlichem Design lieferbar. Laut Her-steller
liegt der Ladenpreis bei etwa € 60,00, der für dieses
eindrucksvolle „Ton-Lifting", das übrigens bei
Einzeltönen und Akkorden gleichsam funktioniert, nicht einmal
zu hoch ist.
< [Red.] >
aus Gitarre aktuell I/04
GakNr. 84
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Manche Ideen sind so einfach wie in der Wirkung verblüffend, und
man fragt sich, warum nicht schon eher jemand daraufgekommen ist.
Der österreichische klassische Gitarrist Vanik Avakian
hat „nach intensiver Forschung und langer Entwicklung"
ein Gerät erfunden, das den Ton einer Gitarre (oder anderer
gitarrenähnlicher Instrumente) auf besondere Weise verstärkt,
ohne aber in dem Sinne ein „Verstärker" zu sein.

Allgemeines. In erster Linie geht es bei der
Recitalbox - so der neue Name des Geräts, das zuvor „Recital
for Guitar" hieß - um die Erzeugung eines voluminöseren
Gitarrenklangs, um einen länger anhaltenden Ton, der dem
Spieler und Hörer einen intensiveren, räumlicheren Klang-eindruck
vermitteln soll. Und zwar ohne Berücksichtigung der spezifischen
Klang-eigen-schaften der Gitarre und ohne Manipulation am Instrument.
Denn die Recitalbox ist ein separates kleines Plastik-kästchen
etwa im Format einer Tabakdose (11,5 x 8 x 2,5 cm), das durch
einfachste Steckmontage auf dem Instrumentenkörper fixiert
wird und sofort die „Arbeit" aufnehmen kann.
Das „Geheimnis" im inneren des Kästchens ist im Wesentlichen
eine Spiralfeder, die nach dem Prinzip des bekannten elektronischen
Federhall-systems funktioniert, das in vielen Gitarren-verstärkern
oder auch als separate Einheit den „trockenen" Klang
eines Instruments zu räumlicher Größe aufbauscht.
Die Recitalbox benötigt dagegen keinerlei Steckdose oder Batterie,
sondern wirkt durch die natürlichen Schwingungen der Instrumentendecke
rein akustisch. Der räumliche Effekt entsteht also durch
den natürlichen Ton des Instruments und sein durch die Feder
verursachtes verzögertes Nachschwingen.
Zur Montage. Damit die Recitalbox die Schwingungen
der Instrumenten-decke absorbieren kann, muss das Gerät in
ständigem Kontakt mit dem Deckenholz sein. Dies geschieht
nicht durch beschädigende geschraubte oder geklebte Verbindungen,
sondern durch einfaches Stecken.
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